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Lebenshilfe-Zertifikat
Lehrgangsnummer: 7009

ICF-Multiplikator*innen-Ausbildung

Lehrgangsreihe mit vier zweitägigen Modulen und drei halbtägigen Intervisionstreffen

Multiplikatorin im Gespräch

Mit dem BTHG ist die Nutzung der ICF in der Planung von Hilfen für Menschen mit Behinderung Pflicht. In Bayern wird dazu das BIBay und die zugehörigen Berichtsbogen für die Eingliederungshilfe eingeführt. Hierfür ist innerhalb der Einrichtungen mit großem Schulungsaufwand zum Thema ICF zu rechnen.

Diese Lehrgangsreihe bildet daher Multiplikator*innen aus, die als Ansprechpersonen fungieren und zudem Schulungen im Kolleg*innenkreis halten. Damit wird entsprechende Kompetenz in den Einrichtungen aufgebaut.

Das Ziel dieser Ausbildung ist, fundiertes Wissen und Fähigkeiten zu ICF und dazugehörigen Themen zu erwerben, um Mitarbeiter*innen in den eigenen Einrichtungen fortbilden zu können. Dabei werden neben theoretischem Wissen und praktischen Fertigkeiten pädagogische und didaktische Lerninhalte vermittelt. Eine juristische Einordnung und Hintergrundinformationen zum BIBay runden die Ausbildungsinhalte ab.

Die Teilnehmenden werden befähigt, den Prozess der Implementierung der "Internationalen Klassifikation für Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit" (ICF) durch Fortbildung und Beratung wahrzunehmen, zu begleiten und zu reflektieren. Sie erlernen Methoden zur Vermittlung der grundlegenden Inhalte der ICF (z. B. in Fortbildungen, Teamberatungen, Inhouse-Schulungen) und deren Anwendung für ihre eigene Praxis. Gleichzeitig entsteht zu diesem Thema ein vernetzter Expert*innenkreis innerhalb unterschiedlicher Einrichtungen der Eingliederungshilfe.

Aufbau

Die Lehrgangsreihe gliedert sich in vier je zweitägige Module, wovon das erste und das letzte im Fortbildungsinstitut der Lebenshilfe Bayern in Erlangen und die beiden mittleren in Freising stattfinden. Die Ausbildung findet prozessbegleitend statt.

Zwischen den gemeinsamen Einheiten sind ICF-spezifische Aufgaben in den jeweiligen Fachbereichen umzusetzen und Intervisionstreffen in kleinen Gruppen einzuplanen, die sowohl online als auch in Präsenz stattfinden können. Diese Intervisionsgruppen werden regional eingeteilt und von den Teilnehmenden in Eigenregie durchgeführt.

Inhalte

Modul 1 (Erlangen): Grundlagen ICF und erste Anwendung

Intervisionstreffen (Selbstorganisation): Fallbeispiele und Fragen zu ICF

Modul 2 (Freising):

  • Reflexion der erarbeiteten Beispiele
  • Vertiefung zu den Konzepten
  • Erarbeiten von Inhalten für fachbereichsspezifische Schulungen

Intervisionstreffen (Selbstorganisation): Vorbereitung der eigenen Fortbildung

Modul 3 (Freising):

  • ICF-Multiplikation: Möglichkeiten und Hürden
  • Ethische Leitlinien der ICF (Vertiefung)
  • Reflexion der eigenen Schulungen
  • Sozialrecht

Intervisionstreffen (Selbstorganisation): Organisation eines Arbeitskreises im eigenen Betrieb

Modul 4:  Abschlussveranstaltung (Erlangen):

  • Vorstellen der unterschiedlichen AGs
  • Kontextfaktoren (Vertiefung)
  • Personenzentrierung
  • SMARTe Ziele und ICF
  • Gesamtplan Bayern: BIBay

Zielgruppe

Mitarbeitende aus den Bereichen der Eingliederungshilfe und der Frühförderung, sowie der medizinischen und beruflichen Rehabilitation, die als Multiplikator*innen in ihrer Einrichtung fungieren und Schulungen zur ICF durchführen wollen.

Es ist zu empfehlen, dass jeweils mindestens zwei Mitarbeitende einer Organisation qualifiziert werden.

Abschluss und Zertifikat

Die Teilnehmer*innen erhalten nach erfolgreicher Teilnahme ein Zertifikat.

Kosten

Die Kosten der Lehrgangsreihe sowie vertiefende Informationen finden Sie in der Detailausschreibung.